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Angst

Erklärt

Was ist Angst?

Wir alle kennen dieses Gefühl: Adrenalin schießt blitzartig ein, der Magen zieht sich zusammen, das Herz rast und wir sind stocksteif.

Man kann übermäßige Angst vor den unterschiedlichsten Situationen, Objekten oder Wahrnehmungen entwickeln.

Die einen würden nie mit U-Bahn oder Aufzug fahren, die anderen würden um kein Geld der Welt einen Keller betreten – aus Angst vor Spinnen oder Mäusen.

Angst ist eine der wichtigsten Emotionen und soll unser Überleben sichern, indem sie uns vor Gefahren warnt.

Sie wird ausgelöst, wenn unser Gehirn etwas wahrnimmt, das uns schaden könnte. Der schnelle Herzschlag, die Muskelanspannung und das Adrenalin helfen uns zu überleben:

Kampf oder Flucht!

Einzelne Ängste

Phobieverzeichnis

angst 1

„Vermeidung verstärkt die Angst.“

Erklärt

Wie entstehen Angststörungen?

Angststörungen haben in der Regel eine längere Krankheitsgeschichte (Ätiologie).

Sie treten selten plötzlich von Heute auf Morgen auf – vielmehr wissen wir schon länger von ihr. Zu Beginn können wir der Angst noch recht gut ausweichen, denn sobald sie auftritt, werden wir kreativ.

Wir erfinden gute Ausreden, machen einen großen Bogen um die Sache und flüchten, sobald uns die Angst zu nahekommt. Dieses Verhalten nennen wir im psychologischen Kontext Vermeidungsverhalten. Für das Erste ist die Gefahr gebannt und die Angstreaktion lässt schnell nach.

Für die allermeisten fühlt sich das gut an. Im Alltag versuchen wir oft Dinge zu vermeiden, die uns unangenehm sind oder Angst machen – daraus entwickelt sich in den allermeisten Fällen aber keine Angststörung.

Problematisch wird es erst dann, wenn wir gar nicht lernen können, dass diese „Gefahr“ gar nicht so gefährlich ist.

Nehmen wir uns ein Beispiel anhand der Spinnenphobie:
Die wenigsten mögen den Anblick einer Winkelspinne oder eines Weberknechts, viele von uns haben aber gelernt, dass man die kleinen Achtbeiner mit einem Blatt Papier und einem Glas hinausbegleiten kann.

Für Menschen mit Spinnenangst fehlt diese Erfahrung, da sie in der Regel jemand anderes um Hilfe bitten, die Spinne zu beseitigen.

Vermeidung verstärkt also in der Regel die Angst.

Als Person mit Spinnenphobie bleibt der Kontakt zu Spinnen einfach aus. Aus diesem Grund ist der typische Verlauf einer Angststörung vielmehr eine Verschlechterung als eine Verbesserung.

Die Angst wird also in gewissem Maße durch unser Verhalten und die Schutzfunktion unseres Gehirns gelernt.

Doch warum passiert das den einen und den anderen nicht? Hier spielen die Biologie, die eigene Persönlichkeit und die Lebensumstände eine große Rolle.

  • Die Wahrscheinlichkeit eine Angststörung zu entwickeln ist genetisch beeinflusst, kann also durch Vererbung erhöht sein.

  • Auch Hormone haben einen großen Einfluss, so entstehen Angststörungen häufig in der Pubertät, Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.

  • Stehen wir unter Stress oder fühlen uns überfordert erhöht sich ebenfalls die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung einer Angststörung.

  • Eigenschaften wie grundlegende Ängstlichkeit oder Perfektionismus bieten einen Nährboden für Stress und somit auch für die Angst.
Verschwiegenheit
Ihre Daten und alle Inhalte unserer Einheiten werden ausnahmslos streng vertraulich behandelt. Alle Mitglieder unseres Teams sind gemäß § 37 des Psychologengesetzes 2013 ausnahmslos der Verschwiegenheit verpflichtet. Wir legen großen Wert auf eine vertrauensvolle Basis in einem geschützten Rahmen.
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Therapie

Was kann man tun?

Die psychologische Therapie einer Angststörung zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen.

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung einer Angststörung näherbringen.

Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Problematik und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!
So werden in kurzer Zeit nachhaltige Erfolge erzielt.

Warten Sie nicht länger,
sprechen Sie mit uns:

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.