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Autofahrangst

Erklärt

Ampeln, Fahrspuren, Stoppschilder, Verkehrsregeln, Einbahnen, Hupgeräusche, Schalten, Blinken, Bremsen, Überholen, Fahrräder, Straßenbahnen, Fußgänger.

Autofahren erfordert eine Höchstleistung an Konzentration und Aufmerksamkeit.

Wir steigen ins Auto und schließen die Tür. Das Herz beginnt zu rasen, die Beine zittern, wir beginnen zu Schwitzen und häufig kommen die Tränen. Wir möchten am liebsten auf der Stelle stehenbleiben und keinen Meter weiterfahren. Ist die Angst nämlich einmal da, sind wir selbst bei den grundlegendsten Dingen unsicher: Ist das Gaspedal links oder rechts? Muss ich die Kupplung beim Anfahren treten? Ist die rechte die richtige Spur?

Manchmal betrifft diese Angst aber nicht das Autofahren selbst, sondern das Mitfahren als Beifahrer oder Beifahrerin. Dann wird alles genau beobachtet, Anweisungen gegeben – am liebsten würde man selbst hinters Steuer.

Wenn Ihnen zumindest einige dieser Beispiele bekannt vorkommen, dann sind Sie hier richtig.

Created by potrace 1.16, written by Peter Selinger 2001-2019

Definition Amaxophobie

Autofahrangst ist eine Angststörung, bei der eine Person Angst oder Panik hat, das Auto zu fahren oder als Beifahrer im Auto zu sitzen. Diese Angst ist in der Regel unangemessen oder übermäßig im Vergleich zur tatsächlichen Gefahr, die mit dem Autofahren einher geht.

Die Symptome der Autofahrangst können unterschiedlich sein und von Person zu Person variieren. Einige Menschen können körperliche Symptome wie Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Übelkeit oder Atemnot erfahren. Andere Menschen können Angstzustände oder Panikattacken erleben, wenn sie das Auto fahren oder als Beifahrer im Auto sitzen.

Die Angst kann sich auf verschiedene Aspekte des Autofahrens beziehen, wie z.B. das Fahren auf Autobahnen, das Fahren in bestimmten Gebieten oder das Fahren bei schlechten Wetterbedingungen. Manche Menschen können Angst vor dem Verkehr haben, andere vor Unfällen oder dem Verlust der Kontrolle über das Auto.

Die Angst kann dazu führen, dass die Person das Autofahren absichtlich vermeidet oder dass sie unter Angstzuständen leidet, wenn sie es tut. Dies kann dazu führen, dass täglichen Aktivitäten nur eingeschränkt möglich sind und die Lebensqualität immer stärker darunter leidet.

In manchen Fällen kann Autofahrangst Teil einer größeren Angststörung, wie z.B. der Agoraphobie sein, die Angst vor Orten oder Situationen, aus denen die Flucht schwierig oder peinlich sein kann.

Professionelle Hilfe kann dabei helfen, die Angst zu überwinden und die Lebensqualität zu verbessern.

Wie entsteht Autofahrangst?

Die genaue Ursache der Autofahrangst ist nicht bekannt, es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die zur Entstehung beitragen können. Einige dieser Faktoren sind:

  • Traumatische Erfahrungen: Ein traumatisches Ereignis, das im Zusammenhang mit dem Autofahren steht, wie z.B. ein Unfall, kann die Angst vor dem Autofahren auslösen oder verstärken.

  • Genetische Veranlagung: Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte genetische Veranlagungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, an Angststörungen zu erkranken, einschließlich der Autofahrangst.

  • Persönliche Erfahrungen: Menschen, die früher Angst vor dem Autofahren hatten oder die eine negative Erfahrung im Zusammenhang mit dem Autofahren gemacht haben, sind eher gefährdet, an Autofahrangst zu erkranken.

  • Andere Angststörungen: Menschen, die an anderen Angststörungen leiden, wie z.B. Agoraphobie oder Panikstörung, haben ein höheres Risiko, an Autofahrangst zu erkranken.

  • Biologische Faktoren: Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte biologische Faktoren, wie z.B. die Aktivität bestimmter Bereiche des Gehirns, die Verarbeitung von Angstreizen beeinflussen können und damit zur Entstehung von Angststörungen beitragen können.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Entstehung der Autofahrangst meist durch eine Kombination dieser Faktoren und nicht durch einen einzigen Faktor verursacht wird.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Angststörung zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen.

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.