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Flugangst

Erklärt

In einem engen Schlauch, dicht gedrängt wartend, bis man seinen Sitzplatz erreicht. Das Anschnall-Lämpchen leuchtet auf, das Flugzeug ruckelt und die Crew wird aufgefordert, ebenfalls Platz zu nehmen. Und wir sind uns sicher: Jetzt ist es vorbei. Luftlöcher, Turbulenzen, Unfähigkeit des Flugpersonals, Kontrollverlust, fehlende Fluchtmöglichkeit.

Die Gedanken kreisen, das Herz rast und der Körper beginnt zu schwitzen. Flugangst, auch als Aviophobie bekannt, ist eine Angststörung, die sich auf das Fliegen bezieht. Es handelt sich dabei um eine spezifische Phobie, die in schweren Fällen dazu führen kann, dass betroffene Menschen das Fliegen gänzlich vermeiden.

Die Gründe für Flugangst können vielfältig sein. Einige Menschen haben Angst vor dem Verlust der Kontrolle, während andere sich Sorgen um die Sicherheit des Flugzeugs machen. Manche haben vielleicht schlechte Erfahrungen mit Flugreisen gemacht, während andere einfach eine generelle Angst vor Enge oder Höhen haben. Einige Menschen leiden sogar unter einer Kombination dieser Faktoren.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Created by potrace 1.16, written by Peter Selinger 2001-2019

Definition Aviophobie

Flugangst, auch als Aviophobie bezeichnet, ist eine spezifische Phobie, die sich auf Angst vor dem Fliegen bezieht.

Personen mit Flugangst haben übermäßige Angst vor dem Fliegen, obwohl sie sich meist darüber im Klaren sind, dass die Angst unangemessen oder übertrieben ist. Sie können Angst vor Abstürzen, Enge, Turbulenzen oder Kontrollverlust haben. Sie vermeiden oft Flugreisen oder haben große Schwierigkeiten, sich auf den Flug vorzubereiten und sich während des Fluges wohl zu fühlen.

Die Symptome von Flugangst können sehr unterschiedlich sein und reichen von leichtem Unwohlsein bis hin zu Panikattacken. Typische Symptome können Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Übelkeit, Angst vor dem Tod, Atemnot, Schwindel, Überforderung und Unruhe sein. 

Professionelle Hilfe kann dabei helfen, die Angst vor dem Fliegen zu bewältigen und die Lebensqualität zu verbessern.

Wie entsteht Flugangst?

Die genauen Ursachen von Flugangst sind nicht vollständig erklärbar, aber es wird angenommen, dass sowohl biologische als auch psychologische und soziale Faktoren eine Rolle spielen.

Einige Faktoren, die zur Entstehung von Flugangst beitragen können, sind:

  • Biologische Faktoren: Einige Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Flugangst möglicherweise eine erhöhte Aktivität im Bereich des Gehirns haben, der für Angst und Angstreaktionen verantwortlich ist. Eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Neurotransmittern, die Angstzustände regulieren, könnte ebenfalls eine Ursache sein.

  • Erblichkeit: Flugangst scheint in manchen Familien häufiger vorzukommen, was auf eine genetische Komponente hindeutet.

  • Erfahrungen: Negative Erfahrungen wie Turbulenzen, Verspätungen, Abstürze oder Nachrichten über Flugunfälle können dazu führen, dass eine Person Angst vor dem Fliegen entwickelt.

  • Medien: Negative Berichterstattung über Flugunfälle oder Terroranschläge kann dazu beitragen, dass Menschen Angst vor dem Fliegen entwickeln.

  • Persönliche Einstellung: Eine generelle Angst vor dem Unbekannten oder vor Kontrollverlust kann dazu beitragen, dass eine Person Angst vor dem Fliegen entwickelt.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Entstehung von Flugangst durch die Interaktion mehrerer Faktoren bestimmt wird und es für jeden Menschen unterschiedliche Gründe geben kann.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Angststörung zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen. Die wissenschaftlich und medizinisch anerkannte S3 Leitlinie stellt dabei die Grundlage für unsere evidenzbasierte psychologische Therapie und Vorgehensweise dar. 

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.