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Gewitterphobie

Erklärt

Gewitterphobie, auch als Astraphobie bekannt, ist eine spezifische Phobie, die durch Angst vor Gewittern gekennzeichnet ist. Diese Angst kann so stark sein, dass sie das tägliche Leben beeinträchtigt und in manchen Fällen sogar vermeidliche Situationen verursacht.

Die Angst vor Gewittern kann auf verschiedene Weise manifestieren, wie zum Beispiel Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Übelkeit oder Panikattacken. Viele Betroffene versuchen, Gewitter zu vermeiden, indem sie sich in geschlossenen Räumen aufhalten oder Orte aufsuchen, an denen sie sich sicher fühlen, wie beispielsweise bei Freunden oder in öffentlichen Gebäuden.

Die Angst vor Gewittern kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden. Einige Menschen haben möglicherweise schlechte Erfahrungen mit Gewittern gemacht, wie beispielsweise ein Trauma, das in Verbindung mit einem Gewitter stand. Andere haben vielleicht eine genetische Veranlagung oder eine Anfälligkeit für Angststörungen.

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Definition Astraphobie

Gewitterphobie ist eine spezifische Angststörung, die sich auf die Angst vor Gewittern bezieht. Es ist eine Form der spezifischen Phobie, die durch eine übermäßige und irrationale Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation ausgelöst wird. In diesem Fall ist die Angst vor Gewittern die auslösende Situation oder das Objekt.

Eine Person mit Gewitterphobie kann Angstzustände erfahren, wenn sie von einem Gewitter weiß oder darüber spricht. Sie kann auch körperliche Symptome wie Herzklopfen, Schwitzen, Zittern und Übelkeit erfahren, wenn sie ein Gewitter in der Nähe weiß oder sogar darüber spricht. Eine Person mit Gewitterphobie kann auch Probleme haben, einschlafen zu können, wenn ein Gewitter in der Nähe ist oder sie sich Sorgen macht, dass ein Gewitter während der Nacht auftreten könnte.

Eine Person mit Gewitterphobie kann auch Orte oder Aktivitäten vermeiden, die mit Gewittern in Verbindung stehen könnten, wie zum Beispiel draußen zu sein, wenn Gewitterwetter vorhergesagt wird, oder sich Sorgen darüber zu machen, dass sie während einer Reise in ein Gebiet fahren könnten, in dem Gewitter häufig vorkommen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome und Auswirkungen der Gewitterphobie von Person zu Person variieren können. Eine professionelle Hilfe, wie zum Beispiel von einem Therapeuten oder Psychologen, kann helfen, die Symptome zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern.

Wie entsteht Gewitterphobie?

Eine Gewitterphobie (Astraphobie) entsteht auf biopsychosozialer Ebene durch eine Kombination von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren.

  • Biologisch gesehen kann es bestimmte Anlagen geben, die dazu führen, dass das limbische System überreagieren und Angstzustände auslösen, wenn es plötzliche Geräusche und Helligkeit wahrnimmt, die typisch für Gewitter sind.

  • Psychologisch kann ein früheres traumatisches Erlebnis während eines Gewitters, wie zum Beispiel ein Unfall, eine Verletzung oder der Verlust eines geliebten Menschen, dazu beitragen, dass jemand Angst vor Gewittern entwickelt.

  • Soziale Faktoren können dazu beitragen, indem Menschen, die in Gebieten leben, in denen Gewitter häufig vorkommen, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, eine Gewitterphobie zu entwickeln, oder indem sie von anderen Menschen, die Angst vor Gewittern haben, beeinflusst werden.

Es ist auch möglich, dass jemand eine allgemeine Angststörung oder eine andere Angststörung hat, die dazu beiträgt, dass er oder sie eine Gewitterphobie entwickelt.

Es ist auch zu beachten, dass Gewitterangst nicht immer von einer bestimmten Ursache herrührt und kann ohne erkennbare Auslöser entstehen.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Gewitterphobie zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen. Die wissenschaftlich und medizinisch anerkannte S3 Leitlinie stellt dabei die Grundlage für unsere evidenzbasierte psychologische Therapie und Vorgehensweise dar. 

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.