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Höhenangst

Erklärt

Früher bin ich auf die höchsten Klettergerüste geklettert, über Seilbrücken gewandert und mit der Gondel auf über 2000 Meter gefahren. Heute undenkbar. Zitternde Knie, das Gefühl beim geringsten Windstoß zu stürzen, Herzrasen, schwitzige Hände – keinen Schritt weiter!

Jede und jeder kennt diese Symptome ab einer gewissen Höhe. Und das macht Sinn: die Angst warnt und beschützt uns davor, uns in eine gefährliche Situation zu begeben.

Wird aus der sinnvollen Angst aber eine Phobie, warnt uns die Angst auch in völlig ungefährlichen Situationen, in denen uns eigentlich nichts passieren kann. Zum Beispiel, wenn wir im vierten Stock nicht mehr aus dem Fenster sehen können oder keine gesicherten Balkone betreten. Manchmal reicht sogar schon der Gedanke, sich im siebenten Stock zu befinden, um Angst auszulösen.

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Definition Akrophobie

Höhenangst (Akrophobie) ist eine spezifische Phobie, die durch Angst vor Höhen gekennzeichnet ist. Sie manifestiert sich in Angstzuständen, die durch den Anblick oder auch nur die Vorstellung von hohen Plätzen, Brücken, Gebäuden, Bergen oder anderen hoch gelegenen Orten ausgelöst werden. Diese Angst kann so stark sein, dass sie das tägliche Leben beeinträchtigt und in manchen Fällen äußerst unangenehme Situationen verursacht.

Die Symptome der Höhenangst können unter anderem Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Übelkeit, Atemnot, Panikattacken und Angst um das eigene Leben umfassen. Viele Betroffene versuchen hohe Orte zu vermeiden, um das unangenehme Gefühl der Angst nicht auszulösen.

Wie entsteht Höhenangst?

Höhenangst kann aus einer Kombination von Faktoren entstehen, wie zum Beispiel:

Genetische Veranlagung: Personen mit einer geringen Angstschwelle haben ein höheres Risiko an Höhenangst zu leiden

Verstärkende Faktoren: Ängste oder Stress in anderen Lebensbereichen können die Höhenangst in angstbesetzten Situationen zusätzlich verstärken.

Behaviorale Faktoren: Wird Höhe als unangenehm empfunden und in Zukunft stark vermieden, verstärkt dieses Verhalten auf Dauer die Angst.

Traumatische Erfahrungen: Eine negative Erfahrung in der Höhe, wie zum Beispiel ein Sturz, kann dazu führen, dass sich jemand von Höhen bedroht fühlt.

Die Entstehung von Höhenangst rührt nicht immer von einer bestimmten Ursache her und kann auch ohne erkennbare Auslöser entstehen.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Angststörung zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen.

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.