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Hundephobie

Erklärt

Kommt ein Hund entgegen, wird die Straßenseite gewechselt. Beim Spazierengehen werden Grundstücke mit Hunden großräumig gemieden. Beim Wandern oder Aufenthalten in der Natur hält uns das Ausschauhalten nach Hunden davon ab, den Ausflug zu genießen. Kommt es doch zu einer Hundebegegnung sind Schockstarre, Herzrasen, Zittern und Schwitzen häufige Symptome. 

Diese Symptome begleiten uns seit der Steinzeit. Sie sind dazu da, uns zu helfen: weil das Gehirn denkt, wir seien in Gefahr, tut es alles, um unser Leben zu retten. Die Schockstarre soll den Jagdtrieb der Tiere nicht aktivieren, das Herzrasen und die Anspannung uns zur sofortigen Flucht befähigen. Durch die Anspannung kommt es zum Zittern und der Körper erhitzt sich. Das Schwitzen beginnt, um den Körper zu kühlen. 

Diese Empfindungen sind natürlich sehr unangenehm und in weiterer Folge werden Hundebegegnungen also noch stärker vermieden. Das führt jedoch langfristig zu einem Anstieg der Angst – ein Teufelskreis also.

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Definition Cynophobie

Hundephobie, auch als Cynophobie bezeichnet, ist eine spezifische Phobie, die sich auf Angst oder Panik vor Hunden bezieht. Eine Person mit Hundephobie hat in der Regel eine übermäßige oder unangemessene Angst vor Hunden, die sich auf ihr tägliches Leben auswirken kann.

Die Symptome der Hundephobie können unterschiedlich sein und von Person zu Person variieren. Einige Menschen können körperliche Symptome wie Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Übelkeit oder Atemnot erfahren, wenn sie einem Hund gegenüberstehen oder sogar nur daran denken. Andere Menschen können Angstzustände oder Panikattacken erleben, wenn sie Hunden begegnen.

Die Angst kann sich auf verschiedene Aspekte der Hundephobie beziehen, wie z.B. Angst vor bestimmten Hunderassen, Angst vor bellenden Hunden oder Angst vor Hunden in bestimmten Situationen (z.B. in einem Park oder in einem Hundezwinger).

Hundephobie kann das tägliche Leben beeinträchtigen. Häufig wird es vermieden, Orte aufzusuchen, an denen Hunde anwesend sein könnten.  Freizeitaktivitäten sind dadurch oft eingeschränkt. 

Professionelle Hilfe ist oft der einzige Weg um die Angst zu überwinden und die Lebensqualität zu verbessern.

Wie entsteht Hundephobie?

Die genaue Ursache der Hundephobie ist nicht bekannt, es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die zur Entstehung beitragen können. Einige dieser Faktoren sind:

  • Traumatische Erfahrungen: Ein traumatisches Ereignis, das im Zusammenhang mit Hunden steht, wie z.B. ein Hundebiss, kann die Angst vor Hunden auslösen oder verstärken.

  • Genetische Veranlagung: Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte genetische Veranlagungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, an Angststörungen zu erkranken, einschließlich der Hundephobie.

  • Persönliche Erfahrungen: Menschen, die früher Angst vor Hunden hatten oder die eine negative Erfahrung im Zusammenhang mit Hunden gemacht haben, sind eher gefährdet, an Hundephobie zu erkranken.

  • Andere Angststörungen: Menschen, die an anderen Angststörungen leiden, wie z.B. Agoraphobie oder Panikstörung, haben ein höheres Risiko, an Hundephobie zu erkranken.

  • Erziehung und Umwelt: Wenn jemand in der Kindheit oft gehört hat, dass Hunde gefährlich sind oder wenn er/sie in einer Umgebung aufgewachsen ist, in der Hunde als Bedrohung empfunden wurden, kann das die Entstehung einer Hundephobie begünstigen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Entstehung der Hundephobie meist durch eine Kombination dieser Faktoren und nicht durch einen einzigen Faktor verursacht wird.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Angststörung zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen. Die wissenschaftlich und medizinisch anerkannte S3 Leitlinie stellt dabei die Grundlage für unsere evidenzbasierte psychologische Therapie und Vorgehensweise dar.

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.