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Klaustrophobie - Cleithrophobie

Erklärt

Als Cleithrophobie (häufig auch Klaustrophobie) bezeichnet man die Angst vor verschlossenen, engen Räumen ohne der Möglichkeit, zu entkommen.

Das können zum Beispiel Aufzüge, lange Tunnel, Sessellifte, Gondeln, Flugzeuge, Autos, Züge, Busse oder Bahnen sein. Meist schränkt diese Phobie den Alltag stark ein: vom Nutzen des öffentlichen Verkehrs bis hin zu medizinischen Untersuchungen, wie dem MRT.

Die Angst äußert sich häufig in Schwindel, Herzrasen, Schwitzen, Zittern und manchmal auch Übelkeit. Häufig berichten Personen mit Cleithrophobie, sich regelmäßig Angstsituationen auszusetzen und trotzdem keinen Rückgang der Angst zu bemerken.

Das liegt daran, dass sich die Angst nicht nur in den Symptomen äußert, sondern auch unbewusst im Verhalten: Haben Sie im Zug immer Wasser oder Beruhigungstropfen dabei? Steigen Sie nur in Bahnen, die durchgehend und ohne einzelne Waggons sind und betreten Sie diese nur ganz vorne, gleich hinter der Fahrertür? Muss das Smartphone immer geladen sein, um im Notfall Hilfe rufen zu können?

Wie die Vermeidung angstbesetzter Situationen verstärken auch diese Verhaltensweisen die Angst auf Dauer.

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Definition Klaustrophobie

Klaustrophobie ist eine spezifische Phobie, die sich auf die Angst vor engen Räumen oder beengten Plätzen bezieht. Personen mit Klaustrophobie haben eine übermäßige und unangemessene Angst vor Situationen, die mit engen Räumen oder beengten Plätzen zusammenhängen, wie zum Beispiel Aufzügen, U-Bahnen, Tunneln, Flugzeugkabinen, Gängen, Räumen ohne Fenster oder andere Orte, in denen sie sich eingeschlossen oder eingepfercht fühlen.

Die Symptome von Klaustrophobie können sehr unterschiedlich sein und reichen von leichtem Unwohlsein bis hin zu Panikattacken. Typische Symptome können Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Übelkeit, Angst vor dem Tod, Atemnot, Schwindel, Überforderung und Unruhe sein. Oben genannte Situationen werden vermieden oder es bestehen große Schwierigkeiten, sich in diesen Räumen wohl zu fühlen.

Die Angst vor engen Räumen kann sich sowohl auf kurzfristige Situationen als auch auf längerfristige Erfahrungen beziehen und kann beeinträchtigende Auswirkungen auf die täglichen Aktivitäten haben. 

Es ist wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Angst vor engen Räumen oder beengten Plätzen zu bewältigen und somit die Lebensqualität zu verbessern. 

Wie entsteht Klaustrophobie?

Die genauen Ursachen von Klaustrophobie sind nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass sowohl biologische als auch psychologische und soziale Faktoren eine Rolle spielen.

Einige Faktoren, die zur Entstehung von Klaustrophobie beitragen können, sind:

  • Biologische Faktoren: Einige Studien haben gezeigt, dass Personen mit Klaustrophobie möglicherweise eine erhöhte Aktivität im Bereich des Gehirns haben, der für Angst und Angstreaktionen verantwortlich ist. Auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Neurotransmittern, die Angstzustände regulieren, könnte Einfluss auf die Entstehung der Phobie haben.

  • Erblichkeit: Klaustrophobie scheint in manchen Familien häufiger vorzukommen, was auf eine genetische Komponente hindeutet.

  • Erfahrungen: Negative Erfahrungen, wie zum Beispiel eingeschlossen zu sein oder keine Kontrolle über eine Situation zu haben, können dazu führen, dass eine Person Angst vor engen Räumen entwickelt.

  • Medien: Negative Berichterstattung über Probleme oder Komplikationen im Zusammenhang mit engen Räumen oder beengten Plätzen kann dazu beitragen, dass Menschen Angst vor engen Räumen entwickeln.

  • Persönliche Einstellung: Eine generelle Angst vor dem Unbekannten oder vor Kontrollverlust kann dazu beitragen, dass eine Person Angst vor engen Räumen entwickelt.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Entstehung von Klaustrophobie durch die Interaktion mehrerer Faktoren bestimmt wird und es für jeden Menschen unterschiedliche Gründe geben kann.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Klaustrophobie bzw. Cleithrophobie zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen. Die wissenschaftlich und medizinisch anerkannte S3 Leitlinie stellt dabei die Grundlage für unsere evidenzbasierte psychologische Therapie und Vorgehensweise dar. 

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.