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Mäusephobie

Erklärt

Das Fahrrad aus dem Keller holen, den Müll in den Müllraum bringen oder die Haustür offenstehen lassen – für Personen mit Angst vor Mäusen oder Ratten ein Albtraum.

Häufige Angstgedanken drehen sich um Keime, Krankheiten, Schmutz sowie um die schnellen Bewegungen oder Berührungen der Tiere. In der Dämmerung wird jeder kleine Schatten und jede Bewegung aus dem Augenwinkel zu einer Herausforderung. Wir erstarren, zittern, weinen, schwitzen oder haben Herzrasen.

Jede und jeder kennt diese Symptome. Und das macht Sinn: die Angst warnt und beschützt uns davor, uns in eine gefährliche Situation zu bringen.

Wird aus der sinnvollen Angst aber eine Phobie, warnt uns die Angst auch in völlig ungefährlichen Situationen, in denen uns eigentlich nichts passieren kann.

Created by potrace 1.16, written by Peter Selinger 2001-2019

Definition Zemmiphobie

Mäuse- und Rattenphobie ist eine spezifische Phobie, die durch eine übermäßige, irrationale und anhaltende Angst vor Mäusen, Ratten oder anderen Nagetieren gekennzeichnet ist. Menschen mit dieser Phobie empfinden oft eine intensive und überwältigende Angst, wenn sie sich in der Nähe von Mäusen oder Ratten befinden oder sogar nur an sie denken.

Die Symptome von Mäuse- und Rattenphobie können von Person zu Person variieren, aber typische Symptome sind Paniksymptome,  wie ein beschleunigter Herzschlag, Schwitzen, Zittern, Übelkeit und Vermeidungsverhalten. Diese Phobie kann das tägliche Leben der betroffenen Person beeinträchtigen, indem sie bestimmte Orte meiden oder sogar den Kontakt mit der Außenwelt vermeiden, um nicht mit Nagetieren konfrontiert zu werden.

Wie entsteht Mäusephobie und Rattenphobie?

Die Entstehung einer Mäuse- oder Rattenphobie kann von Person zu Person unterschiedlich sein und auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein. Hier sind einige mögliche Ursachen:

  1. Traumatische Erfahrungen: Eine traumatische Erfahrung, wie zum Beispiel von einer Maus oder Ratte gebissen oder angegriffen zu werden, kann die Grundlage für die Entwicklung einer Phobie legen. Auch das Beobachten einer anderen Person, die von einer Maus oder Ratte angegriffen wird, kann ein traumatisches Ereignis darstellen, das zu einer Phobie führen kann.

  2. Erziehung und Umwelt: Eine Person kann auch eine Mäuse- oder Rattenphobie aufgrund der Erziehung oder der Umwelt, in der sie aufgewachsen ist, entwickeln. Zum Beispiel können Eltern, die eine starke Angst vor Nagetieren haben, diese Angst unbewusst an ihre Kinder weitergeben und so dazu beitragen, dass ihre Kinder ebenfalls eine Phobie entwickeln. Eine Person, die in einer Umgebung lebt, in der Mäuse oder Ratten als unhygienisch oder gefährlich angesehen werden, kann ebenfalls eher dazu neigen, eine Phobie zu entwickeln.

  3. Biologische Faktoren: Es gibt Hinweise darauf, dass biologische Faktoren wie genetische Veranlagungen und neuronale Verknüpfungen eine Rolle bei der Entstehung von Phobien spielen können.

  4. Medien: Wie bei anderen Phobien können auch Darstellungen von Mäusen oder Ratten in Filmen, Büchern oder anderen Medien dazu beitragen, eine Phobie auszulösen oder zu verstärken.

Angst vor Mäusen und Ratten

Es ist wichtig zu beachten, dass es oft nicht nur eine einzige Ursache für die Entstehung einer Mäuse- oder Rattenphobie gibt, sondern dass es sich um eine komplexe Interaktion zwischen verschiedenen Faktoren handeln kann.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Angststörung zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen.

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.