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Panikattacken

Erklärt

Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Schwitzen, Zittern. Das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen und nicht mehr richtig durchatmen zu können. Enge in der Brust, verschwommenes Sehen, ein Sausen in den Ohren. Die Angst, einen Herzinfarkt zu erleiden oder gar zu sterben. All das müssen keine Anzeichen auf schlimme Krankheiten sein, sondern es sind typische Symptome einer Panikattacke.

Häufige Arztbesuche oder sogar Rettungsfahrten in die Notaufnahme kommen oft vor, bevor die Diagnose der Panikattacke zum ersten Mal gestellt wird.

Panikattacken können in jeder Situation auftreten und überfallen uns häufig ohne Vorwarnung. Sie sind äußerst unangenehm, aber nicht gefährlich. Es handelt sich um extreme Stressreaktionen des Körpers, die meist nach wenigen Minuten von selbst wieder vergehen, uns aber erschöpft und müde zurücklassen.

Für das Auftreten von Panikattacken kann es viele Gründe geben. Ausgelöst werden sie meist in Situationen, in denen unser Stresslevel aus unterschiedlichen Gründen erhöht ist, manchmal auch, ohne dass wir das bemerken. Eine Panikattacke ist so unangenehm, dass wir sie unbedingt vermeiden möchten. Um uns vorbereitet zu fühlen, kontrollieren wir zum Beispiel unseren Puls oder checken unsere Verdauung. Das allein macht häufig schon nervös und fördert wiederum das Auftreten dieser Symptome umso mehr – die nächste Panikattacke beginnt.

Das Auftreten von Panikattacken liegt oft an einem Zusammenspiel unterschiedlicher individueller Faktoren: Persönlichkeit, der Lebensumstände und biologischer Faktoren, wie hormonelle Zustände oder Vererbung.

Panikattacken können zwar in manchen Fällen von selbst wieder „vergehen“, wenn eine stressige Phase oder ein belastender Zustand endet. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der nächsten Belastungssituation wieder auftreten, ist aber sehr hoch. Panikattacken stellen außerdem oft eine große Einschränkung dar, die dazu führen kann, dass wir die Außenwelt immer weiter meiden. Aus diesem Grund ist eine professionelle Behandlung wichtig, um nachhaltig Abhilfe zu schaffen.

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Definition Panikstörung

Eine Panikattacke ist ein plötzlicher und unerwarteter Anfall intensiver Angst, begleitet von körperlichen Symptomen, die in einigen Fällen so stark sein können, dass die betroffene Person glaubt, einen Herzinfarkt oder einen Nervenzusammenbruch zu erleiden. Diese Angst kann so überwältigend sein, dass die betroffene Person noch mehr in Panik gerät und versucht, die Situation zu vermeiden oder ihr zu entkommen.

Die körperlichen Symptome, die während einer Panikattacke auftreten können, umfassen Herzklopfen, Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Übelkeit, Atemnot, Schwindel, Benommenheit, Kribbeln oder Taubheit in Händen oder Füßen, und Überaktivität des Darms oder Blase. Häufig wird auch das Gefühl von Unwohlsein, die Angst vor dem Verlust der Kontrolle oder dem nahenden Tod, ein Gefühl von Unwirklichkeit oder die Angst vor dem Verrücktwerden beschrieben.

Panikattacken können jederzeit und ohne erkennbaren Grund auftreten, aber sie sind häufiger in stressigen Situationen oder in Situationen, die Angst auslösen, wie z.B. enge Räume, soziale Situationen, Flugreisen oder öffentliche Verkehrsmittel. Sie können jedoch auch in ruhigen Umgebungen wie zu Hause oder beim Schlafen auftreten.

Panikattacken stellen selbst keine gefährliche Erkrankung dar, sondern sind häufig ein Symptom einer Angststörung. Regelmäßige Panikattacken können einen normalen Alltag jedoch stark beeinträchtigen. Professionelle Hilfe hilft dabei, die Angst vor Panikattacken und somit Panikattacken selbst zu verringern und die Funktionsfähigkeit im Alltag wiederherzustellen. 

Wie entstehen Panikattacken?

Die genauen Ursachen von Panikattacken sind nicht vollständig erklärbar und individuell. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren zur Entstehung beiträgt.

Einige der biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren, die bei der Entstehung von Panikattacken eine Rolle spielen können, sind:

  • Eine Veranlagung zur Angst: Menschen, deren Familienmitglieder an Angststörungen leiden, haben ein höheres Risiko, Panikattacken zu entwickeln.

  • Hormonelle Veränderungen: Veränderungen im Hormonhaushalt, wie z.B. bei Schilddrüsenerkrankungen oder Wechseljahren, können das Risiko von Panikattacken erhöhen.

  • Neurologische Erkrankungen: Menschen mit bestimmten neurologischen Erkrankungen, wie z.B. Epilepsie, haben ein höheres Risiko, Panikattacken zu entwickeln.

  • Persönlichkeitsmerkmale: Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen, wie z.B. Perfektionismus oder hohe Erwartungen, haben ein höheres Risiko, Panikattacken zu entwickeln.

  • Kognitiver Verarbeitungsstil: Personen, die unbewusst stark auf Bedrohungen fokussiert sind, haben ein höheres Risiko, Panikattacken zu entwickeln.

  • Trauma: Personen, die in ihrer Vergangenheit ein traumatisches Erlebnis aufweisen, haben ein höheres Risiko, Panikattacken zu entwickeln.

  • Erfahrungen in der Kindheit: Personen, die in ihrer Kindheit negative Erfahrungen gemacht und Unsicherheit erlebt haben, haben ein höheres Risiko, Panikattacken zu entwickeln.

  • Soziale Isolation: Sozial isolierte Personen haben ein höheres Risiko, Panikattacken zu entwickeln.

Meist gibt es keine einzelne Ursache für die Entstehung von Panikattacken sondern eine Kombination ungünstiger Faktoren, die diese bedingen. 

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Angststörung zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen.

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.