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Schlangenphobie

Erklärt

Schnelle Bewegungen, scharfe Giftzähne, Zuschlagen aus dem Hinterhalt. Das assoziieren die meisten Personen mit Schlangenphobie mit den Reptilien.

Beim Aufenthalt in der Natur werden häufig Wege, Schuhe und Bäume kontrolliert. Orte, an denen man Schlangen vermutet, werden oft vermieden. Jeder am Boden liegende Stock kann bei der sogenannten Ophidiophobie aus der Entfernung Gänsehaut und Herzrasen auslösen. Viele berichten außerdem von einer Schockstarre, Schwitzen, einem flauen Magen und Ekelgefühl.

Jede und jeder kennt diese Symptome. Und das macht Sinn: die Angst warnt und beschützt uns davor, uns in eine gefährliche Situation zu bringen.

Wird aus der sinnvollen Angst aber eine Phobie, warnt uns die Angst auch in völlig ungefährlichen Situationen, in denen uns eigentlich nichts passieren kann. 

Created by potrace 1.16, written by Peter Selinger 2001-2019

Definition Ophidiophobie

Die Angst vor Schlangen kann in verschiedenen Ausprägungen auftreten, von leichten Beschwerden bis hin zu schwerwiegender Beeinträchtigung im täglichen Leben. Menschen, die an Ophidiophobie leiden, können beispielsweise ängstlich werden, wenn sie Bilder oder Videos von Schlangen sehen oder in der Nähe von Orten sind, an denen es Schlangen geben könnte.

Die Ursachen für die Angst vor Schlangen sind unterschiedlich und bei jeder betroffenen Person individuell. Einige Menschen können durch negative Erfahrungen in der Vergangenheit geprägt worden sein, andere können eine Schlangenphobie durch kulturelle Einflüsse entwickeln. Es gibt auch Hinweise darauf, dass die Angst vor Schlangen evolutionär bedingt sein kann, da Schlangen in der Vergangenheit eine potenzielle Gefahr für unsere Vorfahren dargestellt haben.

Unabhängig von den Ursachen kann eine Schlangenphobie das tägliche Leben einer Person erheblich beeinträchtigen und einen großen Leidensdruck verursachen.

Wie entsteht die Angst vor Schlangen?

Die Entstehung der Angst vor Schlangen kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Ein wichtiger Faktor ist die Erfahrungsgeschichte einer Person. Wenn jemand in der Vergangenheit eine negative Erfahrung mit Schlangen gemacht hat, wie zum Beispiel durch einen Biss, kann dies dazu führen, dass er oder sie eine Schlangenphobie entwickelt.

Eine weitere mögliche Ursache für die Entstehung der Ophidiophobie ist die kulturelle Prägung. Schlangen werden oft in Filmen, Büchern und anderen Medien als gefährliche Kreaturen dargestellt, die bei Menschen Angst auslösen können. Darüber hinaus kann es auch kulturelle Überzeugungen geben, die Schlangen als böse oder unheilvoll darstellen, was dazu beitragen kann, dass eine Person verstärkt Angst vor ihnen hat.

Evolutionäre Faktoren könnten ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung der Angst vor Schlangen spielen. Es gibt einige Theorien, die besagen, dass eine angeborene Vorsicht gegenüber Schlangen durch die menschliche Evolution entstanden ist. In der Vergangenheit waren Schlangen eine Bedrohung für unsere Vorfahren und eine schnelle Reaktion auf ihre Anwesenheit konnte lebensrettend sein.

Ein weiterer Faktor, der die Entstehung von Angst vor Schlangen beeinflussen kann, ist die Persönlichkeit einer Person. Menschen, die von Natur aus ängstlicher oder nervöser sind, können eher dazu neigen, Ängste und Phobien zu entwickeln.

Es ist auch zu beachten, dass Angst vor Schlangen nicht immer von einer bestimmten Ursache herrührt und kann ohne erkennbare Auslöser entstehen.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Schlangenphobie zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen. Die wissenschaftlich und medizinisch anerkannte S3 Leitlinie stellt dabei die Grundlage für unsere evidenzbasierte psychologische Therapie und Vorgehensweise dar. 

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.