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Vogelphobie – Ornithophobie

Erklärt

Ein Städtetrip nach Venedig? Durch Parks flanieren? Auf öffentlichen Plätzen Pause auf einer Bank machen, um zu essen?

Viele Personen mit Ornithophobie geraten in solchen Situationen in Panik. Wege, Fenstersimse und Bäume, an denen man entlanggeht, werden kontrolliert. Orte, an denen man Vögel erwartet, werden vermieden.

Am häufigsten kommt die Angst vor Tauben, Raben und Krähen vor – jedoch können alle Vögel, bis hin zu Spatzen zu angstauslösenden Tieren werden.

Oft werden die unvorhergesehenen Bewegungen, mögliche Kontamination mit Krankheitserregern und das Aussehen der Vögel als besonders angstauslösend beschrieben und können Symptome wie Schockstarre, Weinen, Herzrasen, Schwitzen oder Übelkeit verursachen.

Jede und jeder kennt diese Symptome. Und manches davon macht Sinn: die Angst warnt und beschützt uns davor, uns in eine gefährliche Situation zu bringen.

Wird aus der sinnvollen Angst aber eine Phobie, warnt uns die Angst auch in völlig ungefährlichen Situationen, in denen uns eigentlich nichts passieren kann. 

Created by potrace 1.16, written by Peter Selinger 2001-2019

Definition Ornithophobie

Ornitophobie ist eine Form der spezifischen Phobie, die von unangemessener und übermäßiger Angst vor Vögeln gekennzeichnet ist. Diese Phobie kann sich auf bestimmte Vogelarten wie Eulen, Tauben, Papageien oder Raubvögel beziehen oder sich auf Vögel im Allgemeinen erstrecken. Die Angst kann bei vielen Betroffenen so stark sein, dass sie in der Nähe von Vögeln in Panik geraten, sich unwohl fühlen oder sich weigern, bestimmte Orte zu betreten, an denen sich Vögel aufhalten können, wie z.B. Parks, Gärten oder Seen.

Die Ursachen für Ornitophobie können vielfältig sein. Negative Erfahrungen mit Vögeln, sowie kulturelle oder genetische Faktoren können eine Rolle bei der Entstehung von Ornitophobie spielen. 

Ornitophobie kann das tägliche Leben einer Person erheblich beeinträchtigen und dazu führen, dass sie bestimmte Orte und Aktivitäten vermeidet. In einigen Fällen kann die Phobie so stark sein, dass sie das Leben der betroffenen Person einschränkt und eine professionelle Behandlung erforderlich ist.

Wie entsteht die Vogelphobie?

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Ornitophobie sind meist nicht vollständig erklärbar und individuell unterschiedlich. Meist wird von einer Kombination aus biologischen, psychologischen und Umweltfaktoren ausgegangen.

Eine mögliche Ursache für Vogelphobie kann eine negative Erfahrung mit Vögeln in der Vergangenheit sein, wie zum Beispiel ein Angriff oder ein Unfall, der mit Vögeln in Verbindung gebracht wird. Diese Erfahrung kann zu einer übermäßigen Angstreaktion führen und eine Assoziation zwischen Vögeln und Bedrohung im Gehirn der betroffenen Person schaffen.

Es ist auch möglich, dass Ornitophobie durch klassische Konditionierung entsteht. Wenn eine Person wiederholt negative Erfahrungen oder beängstigende Ereignisse in Verbindung mit Vögeln erlebt, werden die Tiere automatisch mit dem Gefühl der Angst assoziiert, ohne dass es tatsächlich eine Bedrohung gibt.

Ein weiterer Faktor, der zur Entstehung von Vogelphobie beitragen kann, sind kulturelle Einflüsse. In einigen Kulturen werden Vögel als symbolische Vertreter von Tod oder Unheil betrachtet. Wenn eine Person in einer solchen Kultur aufwächst, werden die Tiere eher als Bedrohung wahrgenommen, auch wenn keine negativen Erfahrungen mit Vögeln vorliegen.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass genetische Faktoren eine Rolle bei der Entstehung von Angststörungen spielen können, einschließlich der Angst vor Vögeln. Menschen, die Familienmitglieder haben, die an einer Angststörung leiden, haben ein höheres Risiko, selbst eine Phobie zu entwickeln.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Vogelphobie nicht durch einen einzelnen Faktor allein verursacht wird, sondern meist durch eine Kombination von biologischen, psychologischen und Umweltfaktoren oder ohne erkennbare Auslöser entstehen kann.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Vogelphobie zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen. Die wissenschaftlich und medizinisch anerkannte S3 Leitlinie stellt dabei die Grundlage für unsere evidenzbasierte psychologische Therapie und Vorgehensweise dar. 

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.