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Vortragsangst

Erklärt

Fünf Minuten, dann bin ich dran. Der Name wird aufgerufen, man steht auf und tritt vor das Publikum. Man hört die eigene zittrige Stimme – was man sagt, nimmt man aber kaum wahr. Die Situation erscheint surreal, die Beine zittern, wir fühlen uns außer Atem und Tränen steigen womöglich in die Augen. Die Angst zu weinen, ein Blackout zu haben oder in Ohnmacht zu fallen begleiten diese Situationen häufig. Man fühlt sich machtlos und ausgeliefert.

Oft hören Personen mit Vortragsangst: „Nervös zu sein ist doch völlig normal, so geht´s mir auch immer!“ Doch Nervosität, die uns den nötigen Adrenalinkick gibt, um den Vortrag gut zu meistern ist etwas völlig anderes als eine ausgeprägte Vortragsangst.

Jede und jeder kennt diese Symptome. Und das macht Sinn: die Angst warnt und beschützt uns normalerweise davor, uns in eine gefährliche Situation zu bringen.

Wird aus der sinnvollen Angst aber eine Phobie, warnt uns die Angst auch in völlig ungefährlichen Situationen, in denen uns eigentlich nichts passieren kann.

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Definition Logophobie

Vortragsangst, auch bekannt als Rednerangst oder Lampenfieber, ist eine Form der sozialen Phobie, die durch eine überwältigende Angst vor öffentlichem Sprechen gekennzeichnet ist. Menschen mit Vortragsangst empfinden oft eine intensive Angst vor einer bevorstehenden Rede oder Präsentation und können Symptome wie Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Übelkeit und Nervosität erfahren.

Diese Angst kann dazu führen, dass Betroffene ihre Fähigkeit, in der Öffentlichkeit zu sprechen, in Frage stellen und sich Sorgen machen, sich lächerlich oder Fehler machen zu können. Die Phobie kann zu Vermeidungsverhalten führen, wie z.B. Vermeidung von öffentlichen Auftritten oder der Vermeidung von Tätigkeiten, die öffentliches Sprechen erfordern.

Vortragsangst kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter genetische Veranlagung, persönliche Erfahrungen, mangelndes Selbstvertrauen oder fehlende Erfahrung im öffentlichen Sprechen. Die Angst kann auch durch eine hohe Erwartungshaltung, Angst vor Kritik oder Angst vor Versagen verstärkt werden.

Wie entsteht Vortragsangst?

Die Entstehung von Vortragsangst kann durch verschiedene Faktoren bedingt sein. Hier sind einige mögliche Ursachen:

  1. Persönliche Erfahrungen: Ein traumatisches Erlebnis oder eine peinliche Erfahrung beim öffentlichen Sprechen, wie z.B. ein Blackout oder ein Versprecher, kann dazu führen, dass man in Zukunft Angst vor ähnlichen Situationen hat.

  2. Erziehung: Eine Erziehung, die eine hohe Erwartungshaltung an das Kind setzt und/oder hohen Druck ausübt, erfolgreich zu sein, kann dazu führen, dass das Kind Angst vor Versagen hat und sich in Situationen des öffentlichen Sprechens unwohl fühlt.

  3. Biologische Faktoren: Es gibt Hinweise darauf, dass biologische Faktoren wie genetische Veranlagungen, Hormonungleichgewichte und neuronale Verknüpfungen eine Rolle bei der Entstehung von Vortragsangst spielen können.

  4. Mangelnde Erfahrung: Menschen, die wenig oder keine Erfahrung im öffentlichen Sprechen haben, können sich unsicher fühlen und Angst vor möglichen Fehlern haben.

  5. Negative Selbstbewertungen: Menschen, die dazu neigen, sich selbst negativ zu bewerten und hohe Erwartungen an sich selbst haben, können Angst vor öffentlichem Sprechen entwickeln, da sie befürchten, dass sie den Erwartungen anderer nicht gerecht werden.

Angst vor dem Sprechen vor Publikum

Es ist wichtig zu beachten, dass es oft nicht nur eine einzige Ursache für die Entstehung von Vortragsangst gibt, sondern dass es sich um eine komplexe Interaktion zwischen verschiedenen Faktoren handeln kann. Die genaue Ursache von Vortragsangst kann daher von Person zu Person unterschiedlich sein.

Ohne einer Behandlung wird die Angst meist schlimmer und die Einschränkungen im Leben größer.

Was kann man tun?

Die psychologische Behandlung einer Vortragsangst zielt darauf ab, die automatische Angstreaktion wieder zu verlernen. Die wissenschaftlich und medizinisch anerkannte S3 Leitlinie stellt dabei die Grundlage für unsere evidenzbasierte psychologische Therapie und Vorgehensweise dar. 

Dazu muss das Gehirn erfahren, dass wir die angstbesetzte Situation überleben „können“. Wir müssen uns der Angst also stellen – langsam und Schritt für Schritt.

 

Wie läuft die Therapie genau ab?

Als Vorbereitung dafür möchten wir Ihnen die Grundlagen der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Angststörung näherbringen. Wie funktioniert sie? Warum kommt und geht sie wieder? Warum kommt sie manchmal und manchmal nicht?

Gemeinsam ermitteln wir die Einflussfaktoren, die an der Angst beteiligt sind. Das ist wichtig, um den nachhaltigen Erfolg der Behandlung zu sichern. Die Angst zu verstehen, bedeutet gleichzeitig sie beherrschen zu können. Denn wie so häufig: Wissen ist Macht und genau die möchten wir in Ihre Hände übergeben.

Passende Entspannungsmethoden werden erlernt, um für den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein. Denn sobald wir die körperliche Angstreaktion im Griff haben, fällt es bedeutend leichter sich auf die nächsten Schritte einzulassen.

Hierbei wählen wir individuelle Techniken, also jene mit der größtmöglichen Wirksamkeit für Sie. Manche mögen körperliche Entspannungstechniken lieber, andere fühlen sich bei mentalen Techniken besser aufgehoben.

Gemeinsam erarbeiten wir schließlich ausgewählte Konfrontationsmöglichkeiten und begleiten Sie durch jede einzelne.

Mit jeder erfolgreichen Konfrontation warnt uns das Gehirn etwas weniger, bis hin zu einem angstfreien Erleben der gefürchteten Situation. Zu Beginn klingt das wie eine unmögliche Aufgabe, doch dafür sind wir da.

Und noch eine gute Nachricht: Angst ist die am meisten erforschte psychische Störung und seit Jahrzehnten erzielen nachweislich hilfreiche Behandlungsformen große Erfolge.

Nach diesen Behandlungsformen arbeiten auch wir: auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, lösungs- und zielorientiert!

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.