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Stress

Erklärt

Was ist Stress?

Stress – in der heutigen Zeit ein ständiger Begleiter.  
Kennen Sie das? Arbeit, private Verpflichtungen und ständige Erreichbarkeit. Morgens klingelt der Wecker, Arbeit, Einkaufen, Haushalt. Dann schnell noch Nachrichten und Mails beantworten, um sich am Abend mit Freunden zu treffen. Am nächsten Tag alles von vorn. Immer schnell, immer perfekt.

Ursprünglich stammt der Begriff Stress aus der Physik und bezeichnet ein unter Spannung geratenes Material. Stellen Sie sich ein 30cm langes Lineal aus Plastik vor, das sie an beiden Enden mit ihren Händen zusammendrücken. Das Lineal wird sich aufgrund der Krafteinwirkung biegen und nicht gleich daran zerbrechen.

Es ist flexibel und kann sich den äußeren Umständen anpassen. Das Material wird dabei aber natürlich beansprucht.
Bei uns Menschen funktioniert das Ganze ähnlich:

Stress als unser Helfer

Stress hilft uns dabei, flexibel auf Anforderungen zu reagieren und leistungsfähig zu bleiben, wenn wir Aufgaben erfüllen müssen. Unser Energielevel wird also hochgedreht und wir fokussieren uns auf die Aufgaben, die in diesem Moment wichtig für uns sind. Das funktioniert auch, wenn wir eigentlich schon erschöpft sind. Stresshormone halten uns wach, ein erhöhter Puls versorgt Organe und Muskeln mit Blut und Sauerstoff.

So können wir trotz Stress Aufgaben erledigen, Termine wahrnehmen und Verpflichtungen nachkommen.

Eigentlich ist Stress also positiv. Aber wann wird Stress zu einem echten Problem?

Stress und Residenz

„Morgen ist meist der stressigste Tag der Woche.“

Erklärt

Wenn Stress zum Problem wird?

Haben wir uns an den Stress gewöhnt, weil er zum Dauerzustand geworden ist, nehmen wir die Symptome häufig nicht mehr wahr. Die Dauerbelastung für den Körper bleibt jedoch bestehen und hat langfristig negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit:

Die Wirkung des Immunsystems lässt nach, chronische Stresserkrankungen wie Bluthochdruck, Tinnitus oder Gastritis treten auf. Auch psychische Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen oder chronische Schmerzen hängen stark mit dem persönlichen Stresserleben zusammen.

Aus Nervosität werden Angstzustände, aus Gereiztheit wird soziale Isolation und aus Verdauungsproblemen werden Magengeschwüre.

Verschwiegenheit
Ihre Daten und alle Inhalte unserer Einheiten werden ausnahmslos streng vertraulich behandelt. Alle Mitglieder unseres Teams sind gemäß § 37 des Psychologengesetzes 2013 ausnahmslos der Verschwiegenheit verpflichtet. Wir legen großen Wert auf eine vertrauensvolle Basis in einem geschützten Rahmen.
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Therapie

Was kann man tun?

Wenn Sie sich nun anstelle des Lineals einen dünnen Ast vorstellen, den Sie ebenfalls biegen, wird er vermutlich in Ihrer Vorstellung (und in der Realität) schneller brechen, er kann also weniger flexibel reagieren als das Lineal.

Die Fähigkeit eines Materials nach einer äußeren Einwirkung wieder in die ursprüngliche Form zurückzukehren wird in der Physik als „Resilienz“ bezeichnet.

Wie die unterschiedlichen Materialen, sind auch wir Menschen bei Stress unterschiedliche resilient, also widerstandsfähig. In der Psychologie bezeichnet Resilienz Faktoren, die uns helfen mit Stress umzugehen. Dazu gehören unsere Lebensumstände und soziale Kontakte, unsere Persönlichkeit und Selbsteinschätzung. Die Resilienz zu steigern, funktioniert also über unterschiedliche Wege.

Für Stress gibt es keine allgemeingültigen Behandlungsmethoden, weil er stark von unseren Lebensumständen, unserer Persönlichkeit und unseren Bewertungen abhängt. Behandlungsansätze müssen also stark individuell gestaltet werden und verschiedene Ansätze miteinbeziehen:  

Regeneratives Stressmanagement

Da sich Stress immer körperlich auswirkt, können Entspannungsmethoden große Abhilfe schaffen. Dadurch lassen sich individuelle körperliche Stresssignale, wie erhöhter Puls oder Anspannung früher wahrnehmen. Gleichzeitig ist es mithilfe von Entspannungstechniken möglich, diese Symptome zu verringern.

Auch hier gilt: Nicht jede Entspannungsmethode ist für alle gleich wirksam.

Unser Team bietet durch die langjährige Erfahrung eine große Bandbreite unterschiedlicher Techniken: Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Phantasiereisen und Achtsamkeitstrainings sind verschiedene Ansätze zur körperlichen und psychischen Entspannung bei Stress.
Zusätzlich arbeiten wir mit
Biofeedback – dem Messen und Sichtbarmachen von körperlichen Zuständen. So kann der Puls, die Atemfrequenz oder die Muskelanspannung gemessen und am Bildschirm dargestellt werden. Die Wirkung der gelernten Übungen kann also direkt überprüft werden.

squeezing stress ball

„Dauernd nur funktionieren zu müssen kann auf Dauer nicht funktionieren.“

Mentales Stressmanagement

„Ich darf keinen Fehler machen!“, „Das muss heute noch fertig werden!“, „Ich werde das niemals schaffen!“, „Ich darf nicht Nein sagen!“ – stressauslösende Bewertungen, Annahmen oder Selbsteinschätzungen sind häufig unbewusst. Trotzdem haben sie großen Einfluss darauf, wie stressig wir Anforderungen einschätzen. Wenn wir zum Beispiel erst zu arbeiten aufhören, wenn wir das Resultat für absolut fehlerfrei und perfekt halten, löst das mehr Stress aus, als wenn wir uns mit „gut genug“ zufriedengeben.

Diese Annahmen und Bewertungen können hinterfragt und verändert, Abgrenzung kann gelernt – und so das Stresserleben verringert werden.

Instrumentelles Stressmanagement

Das Problem an der Wurzel packen: Natürlich können wir uns entspannen und versuchen Dinge positiver zu betrachten – nur manchmal hilft das allein nicht!

Dann kommt es darauf an, Fähigkeiten zu entwickeln, um den Alltag zu erleichtern und gewisse Routinen gemeinsam zu hinterfragen. Wie funktioniert mein Zeitmanagement? Wie werden Prioritäten gesetzt und Aufgaben eingeteilt? Was oder wer könnte mir helfen, den Alltag zu entlasten?

Wir finden die Antworten auf diese Fragen gerne gemeinsam mit Ihnen heraus.

Warten Sie nicht länger,
sprechen Sie mit uns:

Unser Angebot

Wir wissen, dass es für Viele eine Herausforderung ist über die eigenen Ängste, Sorgen und vertraulichen Probleme zu sprechen. Deshalb möchten wir die erste Hürde so angenehm wie möglich gestalten. In einem kostenlosen Erstgespräch können Sie sich ganz in Ruhe ein Bild von der Therapie, den Räumlichkeiten und den BehandlerInnen machen. 

Erst danach entscheiden Sie, ob Sie eine Psychologische Therapie beginnen möchten.